Biologischer Pflanzenschutz · Artikel · Klim

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Für den Begriff “biologischer Pflanzenschutz” gibt es keine eindeutige Definition, meistens wird darunter jedoch Pflanzenschutz unter Verzicht auf chemische Pestizide verstanden. Biologischer Pflanzenschutz umfasst hauptsächlich präventive Maßnahmen, soll also bewirken, dass ein Pflanzenbestand gar nicht erst von Schädlingen befallen wird. Das Konzept sieht jedoch auch Möglichkeiten zur Schädlingsbekämpfung vor, falls doch einmal ein Schädlingsbefall auftritt.

 

Vorteile

 

Nachteile und Grenzen

Biologischer Pflanzenschutz hat allerdings auch seine Grenzen und Nachteile.

 

Pflanzenschutz durch präventive Maßnahmen

Wie oben erklärt, konzentriert sich der biologische Pflanzenschutz vor allem auf die Schädlingsprävention und weniger auf deren Bekämpfung. Als präventive Maßnahmen gegen Schädlingsbefall dienen unter anderem:

 

Maßnahmen bei Schaderregerbefall

Für den Fall, dass präventive Maßnahmen nicht ausreichen und ein Pflanzenbestand doch von Schädlingen befallen wird, bietet der biologische Pflanzenschutz verschiedene Möglichkeiten der Schädlingsbekämpfung.

Dies sind auf der einen Seite technische Methoden (die in manchen Quellen nicht mit zum eigentlichen biologischen Pflanzenschutz gerechnet werden). Zu diesen Methoden zählen beispielsweise:

 

Zum anderen können Schädlinge auch mit biologischen Methoden bekämpft werden, d.h. mit Nützlingen, welche die Schädlinge fressen oder durch Parasitismus schädigen. Diese Methoden unterteilen sich in makrobiotische Verfahren (Bsp.: Einsatz von Marienkäfern gegen Blattläuse) und mikrobiotische Schädlingsbekämpfung, bei der Viren, Pilze oder Bakterien (z.B. Bacillus thuringiensis) zum Einsatz kommen.

 

Fazit

Biologische Pflanzenschutzmaßnahmen bieten viele Vorteile gegenüber chemischen Pestiziden. Der Einsatz von Nützlingen ist z.B. auch im Ökolandbau erlaubt, hinterlässt keine Rückstände in der Umwelt und es kommt zu keiner Resistenzentwicklung bei den Schädlingen.

Die Anwendung von Nützlingen erfordert allerdings mehr Fachwissen und einen höheren Arbeitsaufwand gegenüber der Ausbringung chemischer Spritzmittel. Zudem dauert es bei biologischer Schädlingsbekämpfung im Vergleich zu anderen Methoden meist länger, bis sich eine Wirkung zeigt.

 

Der Schwerpunkt im biologischen Pflanzenschutz liegt weniger auf der Schädlingsbekämpfung, sondern auf präventiven Maßnahmen, d.h. es soll wenn möglich erst gar kein Schädlingsbefall auftreten. Solche präventiven Maßnahmen sind u.a. die Wahl eines passenden Standorts für eine Anbaukultur, die Verwendung von hochwertigem Saatgut, eine geeignete Fruchtfolge unter Berücksichtigung ausreichend langer Anbaupausen sowie die Stärkung der Pflanzen und ihrer Abwehrkräfte durch eine bedarfsgerechte Düngung.

 

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