Hilfsgelder für Landwirte · Nachrichten · Klim

Alle Betriebe in EU-Ländern, die durch den Krieg in der Ukraine stark betroffen sind, sollen Unterstützungszahlungen erhalten. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat nun dazu weitere Details bekannt gegeben. Es wird zwischen zwei Arten der Unterstützung unterschieden: So erhalten Betriebe, die im Jahr 2021 nachhaltige Anbaumethoden anwenden und dafür eine Greening-Prämie erhalten haben, eine Anpassungshilfe ohne Antragsverfahren. Zu den förderfähigen Betrieben gehören “Betriebe des Freilandgemüsebaus und des Obstbaus, des Weinbaus und Hopfens sowie Hühner-, Puten-, Enten- und Gänsemastbetriebe und Betriebe mit Sauenhaltung, Ferkelaufzucht und Schweinemast”. Die Höhe der Zahlung richtet sich nach der Größe der Flächen und der Anzahl der Tiere. Die Beihilfe ist auf einen Höchstbetrag von 15.000 Euro begrenzt, damit möglichst viele Landwirte unterstützt werden können.

Die zweite Art der Unterstützung ist für alle landwirtschaftlichen Betriebe gedacht, die nicht für eine Anpassungshilfe in Frage kommen. Für sie gibt es dann das Kleinbeihilfeprogramm. Darunter fallen alle Betriebe, die das Nachhaltigkeitskriterium der Anpassungshilfe nicht erfüllen können. “Es handele sich um Obst- und Gemüsebaubetriebe mit geschützter Produktion, Nutztierhalter, die keine Flächen haben, sogenannte Kleinerzeuger und Betriebe bis ausschließlich 10 Hektar Ackerfläche sowie neu gegründete Betriebe, die für das Jahr 2021 keinen Antrag auf Direktzahlungen stellen konnten.”

Mit den 180 Millionen Euro, die ausgezahlt werden, sollen alle Landwirte entlastet werden, die zum Beispiel durch die gestiegenen Energiepreise infolge des Ukraine-Krieges stark betroffen sind.

Neuanlage von Hecken,Gezielt begrünte Brache,Zwischenfrüchte,Beweidung statt Schnitt