Zukunftskommission Landwirtschaft stellt Abschlussbericht vor · Artikel · Klim

Seit Juli 2020 arbeitet die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZLK) an Empfehlungen und Leitlinien für den Transformationsprozess des Landwirtschafts- und Ernährungssystems. Nun hat sich die Kommission aus Vertretern der Landwirtschaft, Umwelt- und Tierschutz, Wirtschaft und Verbraucherschutz sowie der Wissenschaft auf einen Abschlussbericht geeinigt, welcher in detaillierter Form 06.07.2021 veröffentlicht wird. 

Forderungen aus dem Bericht sind unter Anderem eine Ausrichtung der staatlichen Förderung der Landwirtschaft an gesamtgesellschaftliche Ziele, die Stärkung kooperativer Ansätze, eine stärkere Koppelung der GAP-Direktzahlungen an Bewirtschaftungsform und ein Umbau der Tierhaltung hin zu mehr Tierwohl.

Der ZLK ist bewusst, dass ihre Forderungen zu geringerer Produktivität und höheren Produktionskosten führen würden. Um Produktionsverlagerungen zu vermeiden, werden deshalb zusätzliche öffentliche Mittel für die Honorierung gefordert. Die Kommission beziffert den finanziellen Mehrbedarf für den Transformationsprozess auf sieben bis elf Milliarden Euro. Das diese Kosten nicht allein von den Betrieben getragen werden können, sei offensichtlich.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sieht ihre Arbeit durch die Kommission bestätigt: “In den wesentlichen Punkten unterstützt die Kommission meinen Weg. Zum einen gibt sie das klare Bekenntnis für eine nachhaltigere, wirtschaftlich erfolgreiche und gesellschaftlich akzeptierte Landwirtschaft ab. Zum anderen stellt sie heraus, dass diese Transformation nicht ohne gesamtgesellschaftliche Anstrengungen möglich ist.”

Quellen: BMEL Pressemitteilung Nr.112/2021; TopAgrar.

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